2019 - Die kleine Bonsaiwerkstatt

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2019

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Januar 2019

Mädchenkiefer  Pinusparviflora

Unter den vielen verschiedenen Kiefern-Arten ist die Mädchenkiefer die wohl Bekannteste und Beliebteste. Mädchenkiefern benötigen wie viele andere Nadelgehölze auch, viel Licht und Luft, dafür weniger Wasser.

Umgetopft werden Kiefern am besten im zeitigen Herbst, um ein schnelles Anwachsen zu sichern.
Hauptdüngung im Herbst mit organischen Dünger.
Sollte vor Dauerfrost schützt und hell aufgestellt werden.



Eigentum       Sammlung Die kleine Bonsaiwerkstatt
Höhe              ca. 35 cm
Schale            Jürgen Hilken
Gestaltet seit  1998


Februar 2019

Olivenbaum          Olea europaea

Neben der Eibe zählt die Olive zu den langlebigsten Pflanzen überhaupt. Im Mittelmeergebiet sind Exemplare, die älter als tausend Jahre sind, keine Seltenheit. Angeblich soll sich der älteste Baum im Tal der Tempel in Agrigent, der noch heute in vollem Saft steht, schon vor dem Bau der Tempel, also vor sage und schreibe beinahe zweitausendfünfhundert Jahren, dort befunden haben.
Seine Schönheit nimmt mit dem Alter zu, da die Stämme knorriger und mit der Zeit hohl werden. Als Bonsai ist die Olive in Südeuropa häufig anzutreffen. Sie bringt beeindruckendes Totholz hervor, widersteht aber der Zersetzung nur sehr schlecht. So ist es für jeden Gestalter eine Herausforderung, zum Erhalt der Totholzpartien die richtige Technik anzuwenden.
In der frostfreien Zeit ist der beste Platz eine sonnige, luftige Stelle im Freien. An heißen Tagen verbraucht die Olive sehr viel Wasser, die Erde darf in dieser Zeit nicht austrocknen.
Das Pflanzsubstrat, das aus Akadama und Lava- oder Urgesteinssplit im Verhältnis von 2:1 bestehen kann, sollte alle zwei bis drei Jahre teilweise gewechselt werden. Die Olive verträgt keinen Dauerfrost unter -5° C. Ideal ist ein heller Standort bei 0° C. Der Baum kann in alle Wuchsformen gebracht werden. Meist wird mit viel totem Holz gestaltet.





Êigentum:  Sammlung Die kleine Bonsaiwerkstatt                                      
Höhe         ca. 40 cm
Schale       Jürgen Hilken
Foto           Volker Einbock
Gestaltet seit  2007



März 2019

Stieleiche              Quercus rubor

Die wichtigste heimische Art ist Quercus rubor, die Stiel- oder Sommereiche.
Die Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse.
Die sehr alt werden und sich zu mächtigen Exemplaren auswachsen können.
Alle Eichen lieben tiefgründige, nährstoffreiche und durchlässige Böden. Sie wird
bis zu 40 m hoch und hat eine unregelmäßige Krone. Die Rinde ist stark rissig
und oft von Algen grau gefärbt. Die Stieleiche hat kurze Blattstiele aber langge-
stielte Fruchtstände. Bei der Traubeneiche ist es genau umgekehrt.

Als Bonsai stellen die Eichen keine besonderen Ansprüche.

Standort            >  keine besonderen Ansprüche, doch niemals schattig. Sonne fördert
das Wohlbefinden. Volle Sonne wird ebenso wie ein windiger Standort vertragen.
Gießen             >  wegen relativ hoher Salzverträglichkeit kann mit Leitungswasser
gegossen werden.
Düngen            >  reichlich von April bis August mit festen organischen Dünger
Umtopfen         >  junge Pflanzen alle zwei Jahre, im Frühjahr zwischen Februar
und April.
Pflanzsubstrat  >  alle Substrate mit guten Drainageeigenschaften sind möglich
Blattschnitt       >  wird in der Regel gut vertragen
Frosthärte        > nur bedingt winterhart, Wurzelballen gut schützen
Schädlinge       >  Eichenwickler, Frassschäden an Blättern, Mehltau







Eigentum    Sammlung Thomas Pfeffer  AK Bremen
Höhe          100 cm
Schale        Jürgen Hilken
Gestaltet    seit 2002
Foto           Volker Einbock

Löwenkopfahorn         Shishigashira

Dieser asiatische, feingliedrige und sommergrüne Laubbaum wird in Japan seit Jahren als Bonsai gestaltet. Er gehört zu den für die Bonsaigestaltung besonders gut geeigneten Bäumen. Es gibt zahlreiche Zuchtformen, die sich in der Blattform und Blattfarbe, sowie im Wuchsverhalten unterscheiden. Die Variationsbreite an Herbstfärbungen geht vom hellsten Gelb über leuchtendes Gelb und Orange bis hin zu Rot und Purpurrot.
Standort hell und luftig, auch volle Sonne wird vertragen.
Wasser   täglich während der Wachstumsphase, möglichst salzarm.
Pflanzsubstrat  Mischung aus Lava, Bims, Akadama und Kokoserde im Verhältnis   von 1:1:2.4.
Düngerausschließlich organischen Dünger
Überwinterung kann bis -3° C ungeschützt überstehen, besser frostfreies Winterquartier
Gestaltung   meist Besenform
Drahten  Draht hinterlässt auf der empfindlichen Rinde schnell Druckstellen, deshalb nur junge Triebe drahten.




Schale   Jürgen Hilken
Höhe      ca. 35 cm
Gestaltung  seit 1994






 
 
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